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Die Menschen in Myanmar lieben es zu feiern und finden das Jahr über immer wieder neue Anlässe. Der Höhepunkt im Festkalender ist Thingyan - das Wasser- und Neujahrsfest in Myanmar. Jeder, der schon einmal Zielscheibe eines Wasserschlauchs war, kann ahnen, warum es auch als „Fest des Wasserspritzens“ bekannt ist. Zu einer von Astrologen festgesetzten Zeit im März oder April hält das ganze Land für mehrere Tage mit der Arbeit inne und die Menschen spritzen einander mit Wasser nass – aus Eimern, Kannen, Ballons, was man gerade so bei der Hand hat. Es werden Pagoden besucht, Straßenparaden und Familienfeste organisiert und alles kündigt die traditionelle Ankunft des Königs der Nats auf Erden an, der seine Segenswünsche für das Neue Jahr überbringt.

Wasser spielt einen Monat später beim Vollmondfest von Kason eine geruhsamere Rolle. Man feiert die Geburt, Erleuchtung und den Tod Buddhas und begießt feierlich Bobäume in Erinnerung daran, dass Buddha unter einem solchen Baum in das Nirwana einging. Der Bobaum bei der Shwedagon Pagode soll ein Ableger des indischen Originals sein und erhält deshalb besondere Aufmerksamkeit. Mit dem Vollmond im Juni oder Juli beginnt zeitgleich mit dem Monsun die dreimonatige buddhistische Fastenzeit. Auch das dämpft keineswegs die Lust auf Fröhlichkeit. Zwar ziehen sich die Mönche in spirituelle Zentren zurück, aber in Taungbyon, nördlich von Mandalay wird im August eines der größten Feste, „Nat Pwe“ mit vielen Speisen, Getränken und traditionellem Theater gefeiert.


Während der Regenzeit werden Veranstaltungen organisiert, die mit dem Wasser zu tun haben, wie z.B. Bootsrennen. Ein spektakuläres Ereignis findet im Oktober auf dem Lake Inle statt. 

Eine königliche Barke in Form des mystischen Vogels „Karaweik“ macht einen feierlichen Umzug an den Dörfern und Klöstern des Sees vorbei, während die Beinruderer um die Wette fahren. Das Lichtfest läutet bei Vollmond im September bzw. Oktober das Ende der Regenzeit ein. 

Tausende Kerzen und Lampen erleuchten jedes Haus und jede Pagode. Einen Monat später feiert man Tazaungmone, das Webfest, an dem junge Mädchen bei Mondlicht in einem Wettkampf neue Kleider für Mönche fertigen.
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Dezember ist der Monat für kleine regionale Natfeste und im Januar werden viele religiöse Veranstaltungen hauptsächlich in kleinen Tempeln vor Ort organisiert. Das Jahr in Myanmar endet im Februar mit einem freudigen Erntefest. Den Mönchen werden sorgfältig zubereitete Speisen angeboten und die Familien erfreuen sich an den Erträgen der Reisernte.


 
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